Erdbestattung Grab
Rose auf Grabstein Erdbestattung
Friedhof Bestattung
Friedhof Bestattung Engelchen
Herbstwald naturnahe Bestattung
Grab in Bergen
Grab Seebestattung

Welche Bestattungsart?

Das zuständige Friedhofsamt weist das Grab zu und vergibt das Grabnutzungsrecht. 
In Mitteleuropa sind heute Erd- und Feuerbestattung als gleichberechtigt anzusehen.
Die Feuerbestattung (Einäscherung des Leichnams) ist die Voraussetzung für die
alternativen Bestattungsarten, wie z. B. einer Urnenbestattung im Wald oder zur See.

Erdbestattung

Der Verstorbene wird nach der Bestattungsfeier im Sarg der Erde übergeben. Nach
etwa einem Jahr ist die Erde des Grabhügels verdichtet, und es kann ein Grabmal
gesetzt werden. Das Grab muss für die Dauer der Nutzungszeit gepflegt werden.
Man unterscheidet zwischen den Grabarten:

Erdbestattungs-Reihengrab
Es kann nur ein Verstorbener darin bestattet werden. Nach Ablauf der Ruhezeit von
zumeist 20 Jahren wird das Grab zurück gegeben, nicht verlängerbar. Die Gebühr
ist kostengünstig.

Erdbestattungs-Wahlgrab
Es können mehrere Verstorbene darin bestattet werden. Das Wahlgrab wird
vorwiegend von Ehepaaren genutzt, die wie im Leben auch im Tod vereint sein wollen.
Zeitlich unbeschränkte Grabnutzung. Im Erdbestattungs-Wahlgrab können auch
mehrere Urnen beigesetzt werden.

Feuerbestattung (Kremation)

Bei der Feuerbestattung kann die Bestattungsfeier mit dem Verstorbenen im Sarg
sein oder alternativ erst mit der Urne, also nach der Kremation. Ein Grabmal kann
sofort aufgestellt werden. Das Urnengrab muss für die Dauer der Nutzungszeit
gepflegt werden. Man unterscheidet zwischen den Grabarten:

Urnen-Reihengrab
Es kann nur eine Urne darin bestattet werden. Nach Ablauf der Nutzungszeit von 20 Jahren wird das Grab zurückgegeben. Es ist nicht verlängerbar. Die Gebühr ist kostengünstig.

Urnen-Wahlgrab
Es können mehrere Urnen darin bestattet werden. Zeitlich unbeschränkte Grabnutzung.

Urnenmauer (Kolumbarium)
Auf manchen Friedhöfen gibt es Urnenmauern. Die Urne wird in einer Mauernische bestattet,
die mit einer Namenstafel verschlossen wird. Die Nutzungszeit ist zumeist 20 Jahre.

Anonymes Urnengrab
Auf vielen Friedhöfen ist die anonyme Urnenbestattung in einem Gemeinschaftsgrab innerhalb einer geschützten Rasenfläche möglich.Sie erfolgt still, das heißt ohne die Anwesenheit Angehöriger.

Naturnahe Urnenbestattung

Die Aschen Verstorbener sind ebenso wie Leichname nach deutschem Bestattungsrecht
bestattungspflichtig. Die Urnenbestattung außerhalb eines Friedhofs ist jedoch gesetzlich
erlaubt. So kann die Urnenbestattung zur See, im Wald, auf einer Bergwiese sein. Diese
Orte sind als sogenannte Sonderfriedhöfe ausgewiesen und werden in der Regel von
Privatleuten betrieben und unterhalten. Angehörige und eine Trauergemeinde können
der Bestattung beiwohnen. Der Bestatter stellt den Kontakt her.

Friedwald
Friedwälder sind natürlich gewachsene, geschützte Waldflächen. Die Urne wird unter
einem Baum bestattet. Kosten für Grabpflege und Grabmal entfallen. Die zunächst
liegenden Friedwälder befinden sich in Münsingen (Schwäb. Alb) und bei Heilbronn.

Alm- und Wiesenbestattung
In Teilen des benachbarten Auslandes sind Aschen nicht bestattungspflichtig. Diesen
Umstand nutzen manche Angehörige, die Asche ihres Verstorbenen außerhalb eines
Friedhofs zu bestatten, etwa am Fuße eines Felsens, auf einer Bergalm, auf einer
Blumenwiese. Die Asche wird aus der Urne genommen und pur der Erde übergeben.

Seebestattung
Die Seebestattung ist in der Nord- und Ostsee möglich. Die Asche wird in einer Salzkristall-
oder Muschelkalk-Urne, die sich binnen eines Tages im Wasser auflöst, dem Meer über-
geben. Angehörige können an Bord des Seebestattungsschiffes die Trauerfeier zelebrieren.
Für die Seebestattung muss man zu Lebzeiten eine schriftliche Willensbekundung mit Datum,
Ort und Unterschrift verfassen, damit das Friedhofsamt später die Urne zur Seebestattung frei gibt.

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