Kind-in-Blume
Musik-Wasserkreise
Was-tun-Kerze

Wenn ein Kind nicht leben kann

Leider sterben auch Kinder. Oft ist eine schwere Krankheit vorausgegangen, ein Kind ist verunglückt, oder es wurde geboren und es hörte nach wenigen Minuten auf zu atmen. Der Schmerz der Eltern ist nicht zu beschreiben. Doch sie müssen lernen, mit dem Verlust ihres Kindes zu leben; in kleinsten Schritten zuerst, immer wieder eingeholt von ihrer tiefen Trauer. Umso wichtiger ist es für die leidgeprüften Eltern, dass sie die nötige Zeit haben, sich in Ruhe von ihrem toten Kind zu verabschieden. Dazu ist ein geschützter Raum nötig.

Die Friedhofshallen sind in der Regel ungeeignet für einen längeren Aufenthalt. Dort fällt es schwer, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Manchmal will eine Mutter ihr totes Kind in ihren Armen halten und es wiegen. Dafür ist ein Tag und eine Nacht notwendig, manchmal auch viel länger. Junge Eltern verspüren vielleicht den Wunsch, ihr totes Neugeborenes nur ein einziges Mal selbst baden, pflegen, wickeln und ankleiden zu können.

Raum und Zeit für die Trauer finden

Wo ist es möglich, Trauer zuzulassen? Wo finden trauernde Eltern diesen Platz? Eigentlich geht das am besten zuhause; in der eigenen Wohnung! Ist es denn nicht angemessen, wenn das Kind nach Hause zu seinen Eltern gebracht wird? Wo sie alle Möglichkeiten haben, sich ihrem Schmerz hinzugeben? Sogar die Trauerfeier kann im eigenen Wohnzimmer sein, wenn der Pfarrer diesem Wunsch gegenüber aufgeschlossen ist. Der Wohnraum kann für die Bestattungsfeier liebevoll mit Kerzen und Blumen geschmückt werden. Danach wird das Kind in seinem Särglein zum Friedhof gebracht.

Alle Anwesenden können die Fahrt zum Friedhof begleiten und an der Bestattung teilnehmen. Gerade Geschwisterkinder erhalten dabei die Gelegenheit, sich nicht ausgeschlossen zu fühlen in der Zeit des Abschiednehmens. Sie können sehen und fühlen, was es auf sich hat mit diesem großen Geheimnis des Sterbens. Sie können durch die Sorge und das Verständnis der Eltern ihre kindliche Trauer ausleben.

Ein Haus für Abschied und Trauer

Wenn es nicht möglich ist, das gestorbene Kind in die elterliche Wohnung zu bringen, steht das Abschiedshaus von Anita Märtin für die Eltern und ihr Kind zur Verfügung. Dort können sie trauern,
ihr Kind behüten, es wiegen, bei ihm wachen, solange sie es wollen und brauchen.
Das Abschiedshaus ist eine Einrichtung für Trauernde und ihre Verstorbenen. Im warmen Ambiente bietet es die Geborgenheit und den Schutz, den Trauernde so dringend brauchen. Die Trauerfeier kann in dem schönen Feierraum des Abschiedshauses sein.
So schwer dieses Ereignis auch sein mag, "den Weg der Trauer" in angemessener und würdiger
Weise beschreiten zu können, birgt für das zukünftige Familienschicksal eine große Chance.
Der kleine Mensch, der nicht bei seiner Familie leben kann, wird dennoch seinen Platz immer
in ihrer Mitte haben.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen